Nächster Projektabschnitt leider erst 2019 möglich

Geplante Aufstellung auf dem Birkenwäldchen im September 2018 geplatzt

Bereits im November 2017 beim informellen Mitgliedertreff war klar: Wir möchten das Jahr 2018 mit einem neuen Projektabschnitt Dezentrale Spielmöglichkeiten bereichern.

Als Anknüpfungspunkt bot sich die Festwoche zur 111-Jahr-Feier von Wilhelmshorst Anfang September 2018 an. Als vermeintlich optimaler Ort konnte schnell das „Birkenwäldchen“ identifiziert werden – eine gemeindeeigene Fläche am frequentierten Bahnhof und auf dem Schulweg vieler kleiner und großer Schüler gelegen.

Als mögliche Spielgeräte, die auch für größere Kinder reizvoll sind, wurden ein Bodentrampolin und ein Balanceparcours ins Auge gefasst.

Dann hieß es – vor allem für die Vorstandsvorsitzende – an die Arbeit: Kataloge von Spielgeräteherstellern wälzen, Angebote einholen und als ersten Schritt einen Termin mit dem Ortsvorsteher vereinbaren. Hier gab es grünes Licht für weitere Gespräche mit Gemeinde und Ortsbeirat. Ein Wunsch-Einweihungstermin innerhalb der Festwoche war auch schnell gefunden.

Im Ortsbeirat gab es zunächst Bedenken wegen einer möglicherweise kommenden Bushaltestelle am Birkenwäldchen nach Sanierung der Dr.-Albert-Schweitzer-Straße. Die Bedenken konnten zerstreut werden und als nächstes stand der Vor-Ort-Termin mit der Bauverwaltung an, die im Vorfeld bereits über das Vorhaben informiert worden war.

Parallel entwarf der Vorstand einen Presse-Artikel, organisierte einen Flohmarkt auf dem Michendorfer Platz mit dem Ziel der Werbung und Spendenakquise für das Projekt, plante die gezielte Ansprache von Gewerbetreibenden, reichte einen Antrag auf Fördermittel unter anderem bei Sparkasse und Ministerium für Bildung, Jugend und Sport („Lottomittel“) ein. Alles noch unter Vorbehalt der Zustimmung der Gemeinde. Der Vorstand entschied sich derweil für ein Angebot und die Vorstandsvorsitzende startete die Abstimmung der Zeitschiene mit dem favorisierten Anbieter, um eine Einweihung in der Festwoche möglich zu machen.

Anfang Mai gab es dann den Vor-Ort-Termin mit Vertretern der Bauverwaltung, die dem Projekt sehr positiv gegenüber standen und eine komplette Veränderung des Birkenwäldchens ins Spiel brachten. Der Bauhof könne auch bei diesem Projektabschnitt wieder alle vorbereitenden Arbeiten sowie den Fallschutz übernehmen. Dann kam jedoch der alles entscheidende Hinweis: Es müsse noch geprüft werden, ob der Platz als Ganzes unter Denkmalschutz stünde oder lediglich das „Denkmal“.

Mitte Mai herrschte dann einerseits erst einmal große Freude im Vorstand, da der an die Mittelbrandenburgische Sparkasse in Potsdam gestellte Förderungsantrag bewilligt wurde. Ende Mai fand die feierliche Übergabe in Bad Belzig statt.

Andererseits schwebte die offene Anfrage der Gemeinde bei der Denkmalschutzbehörde wie ein Damoklesschwert über dem Projekt.

Ende Juni dann das niederschmetternde Ergebnis: Die Errichtung von Spielgeräten und die Umgestaltung des Birkenwäldchens sind abgelehnt. Im Wortlaut: „Das 1949 konzipierte Mahnmal steht im südlichen Teil von Wilhelmshorst an der Südostseite einer von zwei Straßenspangen umschlossenen Grünfläche, die als Birkenhain gestaltet ist. Die Platzgestaltung ersetzte einen durch Albert Gessner als Teil der Gesamtgestaltung des Irisgrundes konzipierten Schmuckplatz und erfolgte im Zusammenhang mit der Aufstellung des Mahnmals. Auch die freien Grünflächen sind explizit als Bestandteil des Mahnmals in der Unterschutzstellung benannt und sind in ihrer überlieferten Form einer typischen, DDR-zeitlichen Gestaltung weiterhin zu erhalten. Ein Aufstellen von Spielgeräten würde dagegen eine Beeinträchtigung des Denkmals bedeuten und ist daher aus fachbehördlicher Sicht nicht genehmigungsfähig.

Daraufhin entschied der Vorstand, für dieses Jahr aus Zeit- und Ressourcengründen keinen weiteren Projektabschnitt umzusetzen. Eine Aufstellung der Geräte vor der Winterpause wäre kaum noch realisierbar, da die komplette Planung neu aufgesetzt werden muss.

Das Projekt soll jedoch weiterleben. Über Hinweise zu geeigneten Flächen in der Gemeinde Michendorf an info@kinder-wilhelmshorst.de freut sich der Verein sehr, die Planung startet Ende des Jahres.

Die Vorstandsvorsitzende konnte zwischenzeitlich bei der Mittelbrandenburgischen Sparkasse erreichen, dass die Fördergelder und Mittel des Vereins für eine Erweiterung der Fuchsbaustelle der KiTa Ameisenhügel genutzt werden konnten. (Mehr dazu in Kürze.)